Eine Stunde später glaubte Liz, jeden Moment aus der Haut zu fahren. Sie war unkonzentriert, fahrig und jedes kleine Geräusch ging ihr gegen den Strich. »So geht das nicht«, knurrte sie und rieb sich über das Gesicht. In diesem Zustand konnte sie keiner Kundschaft gegenübertreten. Sie musste an die frische Luft und ihre aufgestaute Energie loswerden. Sobald dieser Gedanke durch ihr Gehirn fuhr, löste sich der erste Knoten in Liz‘ Brust. Hastig sperrte sie ab, drehte das Schild an der Ladentür auf ›geschlossen‹ und rannte nach oben in ihre Wohnung. Sie warf sich in ihre Laufkleidung und trat kurz darauf in den Hinterhof hinaus. Zum Glück hatte sie sich schon vor einigen Tagen online eine Laufstrecke herausgesucht, so dass sie jetzt nicht mehr an der Straße entlanglaufen musste. Es gab ei

